FEMALE GAZE
22 – 31 August 2025
Schinkel Pavillon
Oberwallstraße 32
10117 Berlin
Nasa4nasa, Sham3dan (2024), Photo: Salma Olama | La Ribot, Socorro ! Gloria ! (1991), Photo: Pilar Cembrero | Lenio Kaklea, Photo: Karen Paulina Biswell
FEMALE GAZE wird mit einer neuen Edition im Schinkel Pavillon, Berlin fortgesetzt.
Performances 22.-24.08.25
Ausstellungs- und Screeningprogramm 22.-31.08.25
Eröffnung: Freitag, 22.08.25, 19:00
Die neue Edition präsentiert ein Ausstellungs- und Performance Programm mit Video, Sound und Skulptur.
FEMALE GAZE lädt Choreograf*innen dazu ein, ihre zeitgenössischen Positionen dem male gaze und einer damit verbundenen tradierten Sicht, auch der Kunstgeschichte, entgegenzusetzen. Unter der künstlerischen Leitung von Carolin Brandl treffen internationale Künstler*innen mit ihren individuellen Blickwinkeln im Schinkel Pavillon aufeinander.
Im Vexierspiel werden bei FEMALE GAZE Arbeiten gezeigt, die zusammen mehrere Lesarten und Blickdispositionen anbieten und dabei ein Bewusstsein schaffen für den Raum, den sich Performer* und Betrachter*innen teilen.
Female gaze, ursprünglich ein Begriff entstanden im Kontext der feministischen Filmtheorie als Gegenstück zum male gaze, befragt das Format FEMALE GAZE patriarchale Grundprämissen, wie auch die des binären Geschlechterkonstrukts.
Die Künstler*innen erkunden u.a. Körper und deren Repräsentation, die mikropolitische Macht der Gesten, (voyeuristische) Blickbeziehungen und Stereotypen, in denen sie Codes und gängige Zuschreibungen dechiffrieren.
Nicht zuletzt wird angesprochen, wie sich die Perspektive des female gaze im Laufe der Zeit verändert, so dass Werke neu interpretiert werden können und der Blick der Betrachter*innen einbezogen werden kann. Alle eingeladenen Künstler*innen verbindet ihr Hintergrund choreografischer Praxis einerseits, andererseits aber auch ihr genreübergreifendes Arbeiten, experimentelle Ansätze ins Performative zu übersetzen.
Die Arbeiten
Video/Installation
22.-31.08.
Cecilia Bengolea (she/her)
Cecilia Bengolea, Preisträgerin des Paris Critique Choreographic Revelation Award, adressiert Kommunikation durch hybride Körperbilder als radikale Unterbrechung kultureller Muster, unter Einbezug von Dancehall und Dub. Dabei werden in Screenings mehrere ihrer Videos, die u.a. teilweise im Guggenheim Bilbao gezeigt wurden, aus unterschiedlichen Zeitspannen einander gegenübergestellt, darunter eine Version und Kapitel ihrer neuesten Video-Arbeit Return to Bog Walk (Erstpräsentation). Weitere Informationen folgen.
Performance-Programm
22.08.2025, 19.00 Uhr
nasa4nasa, Ägypten
Salma AbdelSalam (she/her), Noura Seif Hassanein (she/her), Hend El Balouty (she/her), Mona Gamil (she/her), Shaymaa Shoukry (she/her), Sound: Ismail Hosny
Bei FEMALE GAZE 2025 wird das junge Kollektiv nasa4nasa aus Kairo präsentiert: Ihre Arbeit Sham3dan, beeinflusst vom traditionellen ägyptischen Shamadan-Tanz, ist eine Transformation von kollektiver Präsenz, Last und Gleichgewicht, in der synchronisierte Bewegung zu einem stillen Akt des Widerstands wird. Sie erkunden dabei die Dekonstruktion von Geschichten, Körpern und Bewegung.
nasa4nasa (Salma AbdelSalam & Noura Seif Hassanein) sind Teil der Performenden.
23.08.2025, 18:00 Uhr
Lenio Kaklea (she/her), Griechenland/Frankreich
Lenio Kaklea reflektiert in ihrer Arbeit Untitled (Figures) den Akt eines „Coming-out“ von Protagonist*innen der Kunstgeschichte – Männer und Frauen, ohne biografische Rahmung.
23.08.2025, 20:30 Uhr
Göksu Kunak (they/them), Türkei/Deutschland & Leo Luchini (E-Gitarre)
Erstpräsentation/Premiere
Von Hollywood über türkische Seifenopern bis zum filmischen Wahnsinn: Die neue Arbeit von Göksu Kanak Girl JOY beschwört das Verstörte, das Begehrenswerte, das Tragische – in einem kontinuierlichen Fluss von Auftritten: Monstern, psychotischen Liebhaberinnen und Seifenoperngeister. Irgendwo zwischen Exorzismus und Exzess konzentriert sich das Stück auf Krise, Zusammenbruch und Glamour.
24.08.2025, 16:30 Uhr
Catol Teixeira (they/them), Brasilien/Schweiz
Catol Teixeiras Arbeit Ode widmet sich den Lücken, den Brüchen und den Verwandlungen. Es ist eine Hommage an das, was nicht geschieht, was sich nie wirklich festigt. Ode wird so zu einer Übung, die dem Unvollendeten gewidmet ist.
24.08.2025, 18:00 Uhr und 20:00 Uhr
La Ribot (she/her), Spanien/Schweiz
Preisträgerin des Goldenen Löwen der Biennale di Venezia für ihr Lebenswerk (2020) performt bei FEMALE GAZE 2025 selbst in zwei Performances.
Gezeigt wird eine Variante einer ihrer frühesten Arbeiten, der Striptease Socorro ! Gloria ! (1991). Diese Arbeit wird einer bislang nur einmal präsentierten aktuellen Performance gegenübergestellt.
La Ribot löst in Pièce distinguée N°59 (2023) gemeinsam mit dem männlichen Performancepartner, Juan Loriente, in einem archaischen Ritual Identifikationen auf: ein Erlöschen von Erinnerungen und Geschichte, zwischen Zerstörung und Verschmelzung im Sonnenuntergang.
24.08.2025, 18:30 Uhr
Ruth Childs (she/her) & Cécile Bouffard (she/her)
Ruth Childs, Nichte der Postmoderne-Pionierin Lucinda Childs, zeigt, zusammen mit den Skulpturen der Bildhauerin Cécile Bouffard Delicate People – eine Reihung wechselnder Motive irritierender Identitäten. Dabei wird auch der Blick von Bouffard auf Ruth Childs thematisiert – u. a. mit skulpturalen Fragmenten, die auf Ruth Child’s Körper basieren.
—
Der Ort: Schinkel Pavillon
Die denkmalgeschützte Architektur des Pavillons befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Museumsinsel, und bildet einen Rahmen für die Ausstellung zeitgenössischer Kunst im historischen Zentrum Berlins.
Das rundum verglaste, oktogonale Gebäude mit einem flachen Zeltdach verbindet Elemente aus Klassizismus und Moderne.
—
Zu den Tickets
—
Gefördert von Hauptstadtkulturfonds.
Archive | Invited Works
2024
Alexandra Bachzetsis, Oona Doherty & Sati Veyrunes, Ula Sickle & ICTUS ensemble with Amanda Barrio Charmelo, Marina DB and Sara Neidorf, Tyra Wigg & Stellan Veloce and others
FEMALE GAZE
22 – 31 August 2025
Schinkel Pavillon
Oberwallstraße 32
10117 Berlin
Nasa4nasa, Sham3dan (2024), Photo: Salma Olama | La Ribot, Socorro ! Gloria ! (1991), Photo: Pilar Cembrero | Lenio Kaklea, Photo: Karen Paulina Biswell
FEMALE GAZE wird mit einer neuen Edition im Schinkel Pavillon, Berlin fortgesetzt.
Performances 22.-24.08.25
Ausstellungs- und Screeningprogramm 22.-31.08.25
Eröffnung: Freitag, 22.08.25, 19:00
Die neue Edition präsentiert ein Ausstellungs- und Performance Programm mit Video, Sound und Skulptur.
FEMALE GAZE lädt Choreograf*innen dazu ein, ihre zeitgenössischen Positionen dem male gaze und einer damit verbundenen tradierten Sicht, auch der Kunstgeschichte, entgegenzusetzen. Unter der künstlerischen Leitung von Carolin Brandl treffen internationale Künstler*innen mit ihren individuellen Blickwinkeln im Schinkel Pavillon aufeinander.
Im Vexierspiel werden bei FEMALE GAZE Arbeiten gezeigt, die zusammen mehrere Lesarten und Blickdispositionen anbieten und dabei ein Bewusstsein schaffen für den Raum, den sich Performer* und Betrachter*innen teilen.
Female gaze, ursprünglich ein Begriff entstanden im Kontext der feministischen Filmtheorie als Gegenstück zum male gaze, befragt das Format FEMALE GAZE patriarchale Grundprämissen, wie auch die des binären Geschlechterkonstrukts.
Die Künstler*innen erkunden u.a. Körper und deren Repräsentation, die mikropolitische Macht der Gesten, (voyeuristische) Blickbeziehungen und Stereotypen, in denen sie Codes und gängige Zuschreibungen dechiffrieren.
Nicht zuletzt wird angesprochen, wie sich die Perspektive des female gaze im Laufe der Zeit verändert, so dass Werke neu interpretiert werden können und der Blick der Betrachter*innen einbezogen werden kann. Alle eingeladenen Künstler*innen verbindet ihr Hintergrund choreografischer Praxis einerseits, andererseits aber auch ihr genreübergreifendes Arbeiten, experimentelle Ansätze ins Performative zu übersetzen.
Die Arbeiten
Video/Installation
22.-31.08.
Cecilia Bengolea (she/her)
Cecilia Bengolea, Preisträgerin des Paris Critique Choreographic Revelation Award, adressiert Kommunikation durch hybride Körperbilder als radikale Unterbrechung kultureller Muster, unter Einbezug von Dancehall und Dub. Dabei werden in Screenings mehrere ihrer Videos, die u.a. teilweise im Guggenheim Bilbao gezeigt wurden, aus unterschiedlichen Zeitspannen einander gegenübergestellt, darunter eine Version und Kapitel ihrer neuesten Video-Arbeit Return to Bog Walk (Erstpräsentation). Weitere Informationen folgen.
Performance-Programm
22.08.2025, 19.00 Uhr
nasa4nasa, Ägypten
Salma AbdelSalam (she/her), Noura Seif Hassanein (she/her), Hend El Balouty (she/her), Mona Gamil (she/her), Shaymaa Shoukry (she/her), Sound: Ismail Hosny
Bei FEMALE GAZE 2025 wird das junge Kollektiv nasa4nasa aus Kairo präsentiert: Ihre Arbeit Sham3dan, beeinflusst vom traditionellen ägyptischen Shamadan-Tanz, ist eine Transformation von kollektiver Präsenz, Last und Gleichgewicht, in der synchronisierte Bewegung zu einem stillen Akt des Widerstands wird. Sie erkunden dabei die Dekonstruktion von Geschichten, Körpern und Bewegung.
nasa4nasa (Salma AbdelSalam & Noura Seif Hassanein) sind Teil der Performenden.
23.08.2025, 18:00 Uhr
Lenio Kaklea (she/her), Griechenland/Frankreich
Lenio Kaklea reflektiert in ihrer Arbeit Untitled (Figures) den Akt eines „Coming-out“ von Protagonist*innen der Kunstgeschichte – Männer und Frauen, ohne biografische Rahmung.
23.08.2025, 20:30 Uhr
Göksu Kunak (they/them), Türkei/Deutschland & Leo Luchini (E-Gitarre)
Erstpräsentation/Premiere
Von Hollywood über türkische Seifenopern bis zum filmischen Wahnsinn: Die neue Arbeit von Göksu Kanak Girl JOY beschwört das Verstörte, das Begehrenswerte, das Tragische – in einem kontinuierlichen Fluss von Auftritten: Monstern, psychotischen Liebhaberinnen und Seifenoperngeister. Irgendwo zwischen Exorzismus und Exzess konzentriert sich das Stück auf Krise, Zusammenbruch und Glamour.
24.08.2025, 16:30 Uhr
Catol Teixeira (they/them), Brasilien/Schweiz
Catol Teixeiras Arbeit Ode widmet sich den Lücken, den Brüchen und den Verwandlungen. Es ist eine Hommage an das, was nicht geschieht, was sich nie wirklich festigt. Ode wird so zu einer Übung, die dem Unvollendeten gewidmet ist.
24.08.2025, 18:00 Uhr und 20:00 Uhr
La Ribot (she/her), Spanien/Schweiz
Preisträgerin des Goldenen Löwen der Biennale di Venezia für ihr Lebenswerk (2020) performt bei FEMALE GAZE 2025 selbst in zwei Performances.
Gezeigt wird eine Variante einer ihrer frühesten Arbeiten, der Striptease Socorro ! Gloria ! (1991). Diese Arbeit wird einer bislang nur einmal präsentierten aktuellen Performance gegenübergestellt.
La Ribot löst in Pièce distinguée N°59 (2023) gemeinsam mit dem männlichen Performancepartner, Juan Loriente, in einem archaischen Ritual Identifikationen auf: ein Erlöschen von Erinnerungen und Geschichte, zwischen Zerstörung und Verschmelzung im Sonnenuntergang.
24.08.2025, 18:30 Uhr
Ruth Childs (she/her) & Cécile Bouffard (she/her)
Ruth Childs, Nichte der Postmoderne-Pionierin Lucinda Childs, zeigt, zusammen mit den Skulpturen der Bildhauerin Cécile Bouffard Delicate People – eine Reihung wechselnder Motive irritierender Identitäten. Dabei wird auch der Blick von Bouffard auf Ruth Childs thematisiert – u. a. mit skulpturalen Fragmenten, die auf Ruth Child’s Körper basieren.
—
Der Ort: Schinkel Pavillon
Die denkmalgeschützte Architektur des Pavillons befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Museumsinsel, und bildet einen Rahmen für die Ausstellung zeitgenössischer Kunst im historischen Zentrum Berlins.
Das rundum verglaste, oktogonale Gebäude mit einem flachen Zeltdach verbindet Elemente aus Klassizismus und Moderne.
—
Zu den Tickets
—
Gefördert von Hauptstadtkulturfonds.
Archive | Invited Works
2024
Alexandra Bachzetsis, Oona Doherty & Sati Veyrunes, Ula Sickle & ICTUS ensemble with Amanda Barrio Charmelo, Marina DB and Sara Neidorf, Tyra Wigg & Stellan Veloce and others